Herzlich Willkommen

Kauf am Ort und nicht im weltweiten Versandhandel/Internet.

Owschlag ist in den vergangenen Jahren um viele alteingesessene Geschäfte ärmer geworden.

Oft waren es Altersgründe, dass eine Firma schließen musste, aber noch häufiger waren die großen Supermärkte in der Umgebung eine zu große Konkurrenz, sodass die verschiedenen Firmen aufgeben mussten. Darunter auch einige über 100-jährige Familienunternehmen.

Unser Dorf ist zwar ständig gewachsen, aber viele Einwohner fahren in die Einkaufszentren, wo alles unter einem Dach zu haben ist, anstatt im Dorf von Laden zu Laden zu fahren.

Doch dabei geht etwas Wichtiges verloren: Das persönliche Gespräch, weil man sich kennt und per Du ist und die dadurch entstehende besondere Atmosphäre, die die Dorfgeschäfte ausstrahlen.

Wenn es seiner Zeit die Supermärkte waren, so ist es heute der Einkauf im Internet der Tod dieser ländlichen Idylle, die man nicht erklären kann. „Man muss sie erlebt haben“, wie unser ehemaliger Bürgermeister Ernst Steffen einmal in einem Kommentar bemerkte.

Wir sollten uns zu mindestens einmal Gedanken darüber machen, was passiert, wenn eines Tages das letzte Owschlager Geschäft wegen mangelnden Zuspruchs schließen muss.

Wir haben in Owschlag fast alle Geschäfte, die man zum Leben benötigt: Bäcker, Apotheke, Obst- und Gemüsehof, Blumenläden, Gardinen- und Geschenkartikel, Tankstelle, Friseursalons, Gaststätten, Maler, Elektriker, Installateure, Spielzeugladen, Schlossereien, Baugeschäfte, Baustoffhändler, Banken und Versicherungen, Ärzte, Tierärzte, Autohändler und letztendlich den Edeka-Markt, der seit längerem sehr gut aufgestellt ist.

Es sollte bei ca. 3500 Einwohnern doch möglich sein, diese noch verbliebenen Firmen durch regen Zuspruch am Leben zu halten.

Ein Dorf soll für seine Einwohner möglichst viel bieten, soll attraktiv sein. Das erwarten vor Allem auch die Neubürger. Doch dafür bedarf es einer Menge Geld, Steuereinnahmen für die Kommunen, die die hiesigen Geschäfte erwirtschaften.

Dazu könnte jeder Dorfbewohner beitragen, indem er sein Geld vor Ort ausgibt, anstatt es nach außen zu tragen und dem Internet anzuvertrauen.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt darf nicht außer Acht gelassen werden: Es geht bei der Nutzung der dörflichen Geschäfte auch um Arbeitsplätze für die ortsansässige Bevölkerung, sowie um Ausbildungsmöglichkeiten für die Jugendlichen.

Auch viele Vereine leben z.T. vom Sponsoring durch die Owschlager Firmen. Jede Tombola der diversen Vereinsfeste wird erst durch die Spendenbereitschaft der Geschäftsleute möglich. Auch die Förderung der verschiedenen Sportarten ist nicht unerheblich.

Außerdem sind leerstehende Geschäfte kein einladender Anblick und nicht förderlich, wenn es um den Verkauf von Baugrundstücken geht.

Owschlag hat (noch!) viele gute Einkaufsmöglichkeiten. Wir sollten sie alle zusammen besser nutzen, damit unser Dorf interessant und lebendig bleibt, das soziale Wohl gesichert ist und auch für unsere Kinder und Enkel noch lebens- und liebenswert bleibt.

 

Für den Gewerbeverein Owschlag:

Thomas Nestler                               Helga Schäfer

Im September 2015